Die offizielle Besucherseite der Stadt sagt es ganz einfach: «Walking is the cheapest way to travel around Amsterdam, as the city is one of the most walkable in the world.» (Zu Fuß kommst du in Amsterdam am günstigsten voran, denn die Stadt gehört zu den fußgängerfreundlichsten der Welt.) Die Sehenswürdigkeiten teilen sich in zwei Hälften: die Altstadt, vom Dam und der Oude Kerk bis zum Jordaan und zum Anne-Frank-Haus, und im Süden das Museumplein mit dem Rijksmuseum und dem Van Gogh Museum. Innerhalb jeder Hälfte liegen die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß etwa 15 Minuten oder weniger auseinander, zwischen den beiden Hälften sind es etwa 25 bis 30 Minuten, nach unserer Schätzung. Die Adressen auf dieser Seite liegen eher am Rand. Drei sind in De Pijp am Albert-Cuyp-Markt, zu Fuß etwa 10 bis 15 Minuten vom Rijksmuseum. Casa di Sergio liegt am Leidseplein, Foodware an der Looiersgracht zu Fuß etwa 10 Minuten weiter nördlich. Blin Queen liegt an der Amstel, Bloem am Entrepotdok, zu Fuß etwa 10 Minuten vom NEMO, und Heart-Garden und flour·ish liegen weiter östlich. Rund um den Dam und den Jordaan ist der nächste Eintrag zu Fuß etwa 10 bis 15 Minuten entfernt, von Centraal aus etwa 20. Die letzten drei Einträge liegen in Zuidoost, südöstlich des Zentrums, nach unserer Schätzung etwa 8 bis 10 km Luftlinie von Centraal; JinSo liegt am Johan Cruijff Boulevard, bei den Konzert- und Fußballarenen. Plan diese drei für ein Spiel, ein Konzert oder eine Übernachtung dort draußen ein, nicht für einen Tag an den Grachten.
Ein Tag, der funktioniert (nicht an einem Montag, dann hat Bloem geschlossen): Du startest in De Pijp mit einem Croissant und einem Kaffee bei Craft Coffee & Pastry, einer komplett glutenfreien Bäckerei; schau vorher auf ihrer Website nach den Öffnungstagen. Der Albert-Cuyp-Markt ist zwei Minuten entfernt, Montag bis Samstag. Von dort sind es nach unserer Schätzung zu Fuß etwa 10 Minuten zum Rijksmuseum, gleich daneben liegt das Van Gogh Museum; für beide brauchst du ein Ticket mit Startzeit, also buch vorher. Zum Mittagessen gehst du etwa 20 Minuten zu Fuß zu Blin Queen an der Amstel, einer gemischten Küche, in der es jede Füllung auch auf glutenfreien Buchweizen-Bliny gibt; frag, ob die Buchweizen-Bliny eine eigene Pfanne bekommen. Das Rembrandthaus ist von dort zu Fuß etwa 5 Minuten entfernt. Zum Abschluss geht es zu Bloem am Entrepotdok, zu Fuß etwa 15 Minuten: ein pflanzliches Restaurant, nach eigenen Angaben komplett glutenfrei und nach eigener Aussage von der NCV zertifiziert. Es gibt dort nur Abendessen, ab 17:00, und du reservierst per Telefon oder E-Mail.
Die niederländische Zöliakie-Gesellschaft, die Nederlandse Coeliakie Vereniging (NCV), vergibt ein eigenes Zeichen für das Essen außer Haus: Zorgeloos Glutenvrij. Es geht an Restaurants, Cafés und Caterer in den Niederlanden, die glutenfreie Gerichte anbieten und von der NCV oder in ihrem Auftrag kontrolliert wurden. Du erkennst sie am Aufkleber an der Tür oder am Logo auf ihrer Website oder in ihren sozialen Medien; die offizielle Liste steht auf der Seite der NCV zum Essen außer Haus. Ein Lokal mit dem Zeichen bietet glutenfreie Gerichte an, ist aber nicht unbedingt eine komplett glutenfreie Küche. Die Partner-App der NCV, Glutenvrije Horeca, zeigt die Lokale im Programm mit dem Logo und listet außerdem Orte, die andere Menschen empfehlen, die glutenfrei essen müssen; diese gehören nicht zum Programm. Auf verpackten Lebensmitteln achtest du auf die durchgestrichene Ähre (Crossed Grain), die die NCV an zertifizierte glutenfreie Produkte vergibt. Ob mit Zeichen oder ohne: Sag bei jeder Bestellung, dass du Zöliakie hast. Das rät auch die NCV: Bitte um saubere Utensilien und erklär, dass du aus medizinischen Gründen glutenfrei essen musst.
Die Snacks in Amsterdam sind aus Weizen: Bitterballen und Kroketten aus der Fritteuse, Stroopwafels auf dem Markt, Pfannkuchen tellerweise. Die größte Falle ist die Fritteuse. Viele Küchen frittieren Pommes im selben Öl wie panierte Snacks, und die NCV warnt, dass das meiste Frittierte nicht glutenfrei ist. Frag also jedes Mal nach der Fritteuse, auch wenn die Pommes als glutenfrei markiert sind. Zwei kleinere Fallen nennt die NCV auch: Schokoladenpulver auf dem Cappuccino und einen Keks, der in der «slagroom» (Schlagsahne) steckt. Steht auf einer Speisekarte oder am Stand «Deze gerechten kunnen allergenen bevatten» (Diese Gerichte können Allergene enthalten), sagt der Betrieb laut NCV damit im Grunde, dass er nicht genug weiß, um Gluten auszuschließen. Und wenn du für ein Spiel oder ein Konzert nach Zuidoost fährst: JinSo hat an Veranstaltungstagen eine kürzere Speisekarte, frag also vorher nach.
Quellen: Nederlandse Coeliakie Vereniging, glutenvrij.nl (das Zeichen Zorgeloos Glutenvrij, Tipps für Besucher, Etiketten lesen), Stand 29. September 2026 · I amsterdam, iamsterdam.com/en/travel-stay/getting-around, Stand 29. September 2026 · Tickets für Rijksmuseum und Van Gogh Museum: ihre offiziellen Seiten, Stand 29. September 2026 · die Adressen auf dieser Seite, in ihren eigenen Worten · Gehzeiten und Entfernungen: unsere Schätzung anhand der Karte · Snack- und Fritteusenfallen: „Gut zu wissen“ auf dieser Seite.