Ist Gerste glutenfrei? Nein, und hier versteckt sie sich
Nein. Gerste enthält Gluten. Ihr Klebereiweiß heißt Hordein und löst bei Zöliakie dieselbe Reaktion aus wie Weizengluten. Weizen, Gerste und Roggen sind die drei, die du weglässt.
Wo Gerste sich versteckt
- Malz, Malzextrakt und Malzaroma: aus Gerste. Häufig in Frühstücksflocken, Süßigkeiten, Malzgetränken und manchen Schokoladen.
- Bier und Malzbier: aus Gerste gebraut. Glutenfreies Bier wird aus anderem Getreide gebraut oder speziell behandelt und ist auf dem Etikett entsprechend gekennzeichnet.
- Malzkaffee und Getreidekaffee: aus gerösteter Gerste.
- Graupen in Suppen und Eintöpfen.
- Gerstenmalzessig: nur, wenn er als glutenfrei gekennzeichnet ist.
Auf dem Etikett
In der EU muss Gerste in der Zutatenliste stehen und als Allergen hervorgehoben sein, mit einem kurzen Blick findest du sie also. Achte besonders auf die Wörter Gerstenmalz, Malzextrakt und Malzaroma.
Die gute Nachricht: Reis, Mais, Buchweizen, Hirse und glutenfreier Hafer ĂĽbernehmen in Suppen, zum FrĂĽhstĂĽck und beim Backen denselben Platz.
Zum Weiterlesen
- Versteckte Gluten-Zutaten: die 15 verbotenen Zutaten und was du prĂĽfst
- Welches Getreide ist glutenfrei?
- Ist Malzextrakt glutenfrei?
- Ist Essig glutenfrei?
Quellen: Codex Alimentarius (glutenfrei = höchstens 20 mg/kg), EU-Verordnung 828/2014, Coeliac UK, Deutsche Zöliakie-Gesellschaft (DZG). Wir informieren, wir stellen keine Diagnosen: Bei medizinischen Fragen entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt.
GeprĂĽft nach der HTGF-Methodik: jede Aussage belegt, jeder Eintrag gestuft und datiert. Dieser Artikel ist praktische Orientierung, keine medizinische Beratung.
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