Sonntag bei Nonna: ein bisschen ist trotzdem Gluten (Mila & Freunde, Folge 3)

UPDATED=2026-09-07READ=3 MIN.REVIEW=HTGF EDITORIAL

Jede Zöliakie-Familie hat eine Nonna. Nicht immer italienisch, nicht immer eine Großmutter, aber jemanden, der dich mit Essen liebt und nicht glauben kann, dass ein bisschen schaden soll. In Folge 3 geht es um diesen Tisch, und um die kleine Regel, mit der alle daran sitzen bleiben.

Sonntag bei Nonna

Mila, Zoe und Nonna Rosa in einer warmen italienischen Küche, ein großer Topf Pasta auf dem Herd, Luna die schwarze Katze auf einem Stuhl

Sonntagsessen bei Nonna Rosa ist die beste Stunde in Milas Woche. Die Küche riecht nach Tomate und Basilikum, Nonno Aldo versteckt sich hinter der Zeitung, und Luna hat den Stuhl am Fenster besetzt. Milas Bauch hat eine Frage, und Mila hat gelernt, sie zu stellen, bevor die Teller kommen.

Nur ein bisschen?

Nonna Rosa hält Mila einen Löffel Pasta hin, Mila schaut unsicher

„Nur ein bisschen, tesoro?“ Nonna meint es lieb. Sie kocht diese Pasta seit vierzig Jahren, und soweit sie weiß, ist noch nie jemand davon krank geworden. Mila überlegt, ob ein bisschen zählt. Zoe, sechzehn und als Erste diagnostiziert, hat diese Frage schon in drei Sprachen gehört.

Zwei Töpfe

Zoe erklärt es Nonna, zwei Töpfe auf dem Herd, Mila schaut zu

„Ein bisschen ist trotzdem Gluten, Nonna“, sagt Zoe, nicht unfreundlich. „Aber zwei Töpfe lösen alles.“ Mila bekommt ihren eigenen Topf mit glutenfreien Nudeln, ihr eigenes Sieb und ihren eigenen Löffel. Die Soße, die berühmte, bleibt für alle dieselbe. Nonna hört zu, wie Großmütter zuhören: erst mit verschränkten Armen, dann nickend.

Die Nonna-Regel

Ein Topf mit türkisem Band, ein Sieb mit Namensschild, ein sauberer Löffel; Nonno Aldo klebt das Schild an

Ein Topf mit türkisem Band, damit niemand sie verwechselt. Ein Sieb mit Milas Namen am Griff. Ein sauberer Löffel, der nie in den anderen Topf wandert. Nonno Aldo klebt das Schild selbst an. Das ist die ganze Regel, und sie kostet ein Band.

Alle bekommen viel

Nonna gibt Mila als Erster, alle mit derselben roten Soße, Luna unter dem Tisch

Nonna gibt Mila als Erster. „In meiner Küche bekommt niemand ein bisschen“, sagt sie. „Alle bekommen viel.“ Gleicher Tisch, gleiche Soße, zwei Töpfe. Luna wartet unter dem Tisch, falls etwas runterfällt.

Jede Küche

Pip die Taube hält eine kleine Karte mit der Zwei-Töpfe-Regel

Die Nonna-Regel funktioniert in jeder Küche, die für ein Zöliakie-Kind und mehrere andere kocht: in der Ferienwohnung, im Schullandheim, beim Kindergeburtstag. Nächsten Sonntag packt Mila das Lunchpaket für die Klassenfahrt.

Für Eltern: die Drei-Dinge-Regel

Die Regel gilt auch außerhalb des Comics. In einer gemeinsamen Küche sitzt das Risiko auf den Dingen, die die Nudeln nach dem Kochen berühren, nicht in der Soße: im Wasser, in dem sie gekocht haben, im Sieb, durch das sie abgegossen wurden, im Löffel, der in beiden Töpfen gerührt hat. Gib den glutenfreien Nudeln ihren eigenen Topf, ihr eigenes Sieb und ihren eigenen Löffel, richte sie zuerst mit einer sauberen Kelle an, und dieselbe Soße reicht für alle.

Gespülte Töpfe, Teller und Besteck sind in Ordnung. Zwei Ausnahmen lohnen einen zweiten Blick: der Toaster und das Holzbrettchen, weil sich darin Krümel verstecken. Die Küchentipps der AIC, die Alltagstipps der DZG und die Seite von Coeliac UK zu Kreuzkontakt sagen alle dasselbe, geprüft am 5. September 2026.

Die Soße in dieser Folge ist unser eigener Haus-Sugo, Ilarias Sugo, eine Dose Tomaten für zwei Personen. Das Rezept kommt auf die Seite und wird hier verlinkt.

Die Regel in einem Satz: Ein bisschen ist trotzdem Gluten. Zwei Töpfe, eine Soße.

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Geprüft nach der HTGF-Methodik — jede Aussage belegt, jeder Eintrag gestuft und datiert. Dieser Artikel ist praktische Orientierung, keine medizinische Beratung.

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